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GPL (General Public License)

Die GNU General Public License (GNU GPL) ist eine von der Free Software Foundation herausgegebene Lizenz mit "Copyleft" für die Lizensierung freier Open Source Software wie zum Beispiel bitfarm-Archiv Dokumentenmanagement, dem umfassenden Open-Source-DMS.

Freie Software

Der Begriff "freie Software" ist zu verstehen als die Freiheit,

  • die Software ohne Einschränkung für jeden beliebigen Nutzen (auch kommerziell) auszuführen.
  • die Funktionsweise der Software zu studieren und sie an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
  • Kopien der Software weiterzuverteilen.
  • die Software zu verändern und die veränderte Version der Software zu veröffentlichen.

Die GPL als Lizenzform wurde entwickelt von dem Informatker Richard Stallmann im Jahr 1989. Er stellte damit eine ganze Reihe von Programmen unter diese Lizenz, die zuvor unter dem GNU-Projekt entwickelt worden waren. Einen großen Schritt machte die GPL mit der Entscheidung des Linux-"Vaters" Linus Torvalds sein damals noch junges Betriebssystem ebenfalls unter die GPL zu stellen. Durch diesen Schritt fühlten sich viele weitere Entwickler angespornt, ihren Beitrag zu Linux zu leisten. Die Anzahl von von Softwareprodukten unter der GPL wuchs seitdem rasant. Auch die Qualität der so entstandenden Programme war sehr hoch, da viele unabhängige Entwickler weltweit den Quellcode einsehen und Fehler beheben konnten. Damit dies ohne Versionskonflikte und koordiniert erfolgte, wurden übrigens Tools wie SVN entwickelt und die Plattform Sourceforge gegründet, auf der die GPL-Programme und der dazugehörige Sourcecode bereitgestellt und verwaltet werden.

Durch die inzwischen verfügbare Fülle an Programmen und Bibliotheken, die unter der GPL lizensiert sind, können Entwickler auf eine Vielzahl von fertigen Lösungen zurückgreifen und unter deren Verwendung schnell und kostengünstig ein größeres Produkt entwickeln. Bedingung dabei ist allerdings, dass das Endprodukt ebenfalls unter der GPL stehen muss. Durch diesen, von manchen als viralen Effekt bezeichneten Mechanismus wächst der Pool der zur Verfügung stehenden Open-Source Software weltweit stetig.

Open-Source und die GPL-Lizenz sind heute vor allem ein moderner Weg, Software zu entwickeln. Dadurch, dass das Rad nicht ständig neu entwickelt werden muss, sondern vorhandene Entwicklungen genutzt werden können, sinken Dauer und Kosten einer Programmentwicklung. Durch das Fehlen von Lizenzkosten wird dieser Vorteil letzlich an den Endkunden weitergegeben, welcher zusätzlich neben dem Preisvorteil durch den zur Verfügung stehenden Quellcode und eine Entwicklercommunity eine höhere Zukunftssicherheit seiner Investition erhält, als wenn er ein vergleichbares Closed-Soure Produkt erworben hätte. Außerdem ist die Qualität von Open-Source Produkten den Closed-Source Pendants inzwischen ebenbürtig, oft schneiden im direkten Vergleich Open-Source Produkte sogar besser ab, wie immer mehr Beispiele zeigen.

Weblinks

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