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Wissensmanagement

Mit dem Begriff Wissensmanagement wird die Generierung, Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung von Wissen im Unternehmen bezeichnet.

Wissen umfasst dabei sowohl die im Unternehmen zusammengetragenen Daten und Informationen (siehe auch Informationsmanagement), als auch die persönlichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Kompetenzen der einzelnen Personen innerhalb des Unternehmens. In diesem Zusammenhang wird zwischen explizitem Wissen und implizitem Wissen differenziert.

Explizites Wissen und implizites Wissen

Explizites Wissen steht für formulierbares und damit dokumentierbares Wissen. Es eignet sich somit beispielsweise für die Speicherung in Dokumenten.

Implizites Wissen hingegen eignet sich nicht für die Formulierung und ist daher nur schwer vermittelbar.

Neben der Unterscheidung von implizitem und explizitem Wissen kann darüber hinaus zwischem individuellem und kollektivem Wissen unterschieden werden.

Chance für Unternehmen

Im Unternehmen steckt das Wissen vornehmlich in den Köpfen der Mitarbeiter. Aber auch in Dokumenten, Zeichnungen, E-Mails etc. ist zumindest das explizite Wissen manifestiert. Um dieses Wissen für alle nutzbar zu machen, bedienen sich Unternehmen moderner Informationstechnologie. Die Ansätze, wie dieses Wissen gesammelt, kategorisiert und verfügbar gemacht werden kann, sind indes vielfältig. Viele Systeme zum Wissensmanagement funktionieren Web-basiert und erfordern das Einstellen von speziell formatierten Artikeln als html. Der Anwender kann jedoch auch ohne html-Kenntnisse ein solches System mit neuen Artikeln zu bestimmten Themen befüllen, in dem er in einer speziellen Webanwendung Texte verfasst. Bei manchen Systemen können auch Dateianlagen mit auf den Webserver gespeichert werden. Microsoft verfolgt z.B. mit dem Sharepoint-Server ein solches Konzept. Andere Ansätze, vielfach mit Hilfe freier Open-Source Software, verfolgen das Konzept eines Wikis.

Wissensmanagement als Facette des Enterprise Content Management

Auch mit Hilfe eines Dokumentenmanagementsystems lässt sich ein Wissensmanagement für ein Unternehmen aufbauen. Dabei können als Vorteil zu Wikis und Sharepoint-basierten Ansätzen die bestehenden Unternehmensdokumente in das Wissensmanagement integriert werden, ohne dass diese in ein anderes Format (z.B. html) übertragen werden müssen. Moderne Dokumentenmanagement- und Enterprise-Content-Managementsysteme können eine Vielzahl unterschiedlicher Dateitypen erfassen und deren Inhalte mit Hilfe einer Volltext-Suchengine auffindbar und verfügbar machen. Selbstverständlich bieten solche Systeme auch umfangreiche Möglichkeiten zu Kategorisierung und Verschlagwortung. Dies ist aber nicht unbedingt ein Muss, denn Volltextsuchen funktionieren bei modernen Dokumentenmanagementsystemen selbst bei vielen hunderttausend Dokumenten noch mit guter Performance.

Die DM-/ ECM-Systeme bieten darüber hinaus auch vielfältige Möglichkeiten beim Arbeiten mit Dokumenten, welche ein normaler File-Server so nicht vorhält. Dies wären z.B. automatische Versionierung, Workflows nach dem 4-Augen-Prinzip und CheckIn/CheckOut Mechanismen. Dadurch, dass Dokumente gleich im ECM erstellt werden, baut sich in vielen Unternehmen ein mächtiges Wissensmanagementsystem quasi von alleine auf.

Weblinks

Eine ausführliche Erläuterung zum Begriff Wissensmanagement finden Sie auf wirtschaftslexikon.gabler.de.

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